Gesetzlich Versicherte

Unsere Praxisgemeinschaft ist eine Privatpraxis. Das bedeutet, dass wir derzeit keine direkte Abrechnungszulassung, keinen sogenannten Kassensitz, für die gesetzlichen Krankenkassen besitzen. Grund dafür ist, dass die psychotherapeutische Bedarfsplanung es erst nach längeren Wartezeiten ermöglicht, einen Kassensitz zu erwerben. Die Folgen sind für Kassenpatienten lange, in vielen Fällen unzumutbare Wartezeiten, oftmals von mehreren Monaten.
Patienten haben jedoch einen gesetzlich festgelegten Anspruch (nach § 13 Absatz 3 SGB V) auf eine zeitnahe psychotherapeutische Behandlung. Demnach ist es möglich, die Behandlung in einer Privatpraxis zu beantragen, sofern die Therapie bei einem Arzt oder einem Therapeuten mit kassenärztlicher Zulassung nicht zeitnah erfolgen kann. In solchen Fällen können die jeweilige Krankenkasse die Kosten erstatten (Kostenerstattung).
Mit der Strukturreform der psychotherapeutischen Versorgung von April 2017 haben sich Änderungen zum Nachteil der Kassenpatienten ergeben. Seither bestehen die gesetzlichen Kassen vermehrt darauf, dass Kassenpatienten von Kassentherapeuten behandelt werden. Gleichzeitig wird die Übernahme der Kosten einer Behandlung in einer Privatpraxis erheblich erschwert. Der bürokratische Mehraufwand ist für uns kaum noch zu bewältigen. Daher möchten wir Sie bitten, mit Ihrer Kasse abzuklären, ob die Kosten einer Behandlung bei uns übernommen werden. So leid es uns tut, können wir Ihnen diesen Aufwand leider nicht mehr abnehmen.
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